Auch die vierte Auflage des Philosophischen Gesprächskreises am GSG am 17.10.2017 beschäftigte sich mit einem Thema von höchster Aktualität: Der Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger, der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Christian Kost, der Bioethiker PD Dr. Johann S. Ach und die Tierärztin Dr. Inge Böhne waren unserer Einladung gefolgt und diskutierten mit einem interessierten und engagierten Publikum aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 11 (EF), Q1 und Q2 Auswirkungen und Probleme aktueller Bestrebungen der Optimierung und Verbesserung der natürlichen Evolution bei Tier und Mensch durch Gentechnologie und Enhancement.

 

Welche Entwicklung wird künstliche Intelligenz nehmen, wie wird sie sich auswirken auf unser Verständnis vom Menschen und welchen Herausforderungen wird unsere Gesellschaft sich stellen müssen?
Die dritte Auflage des Philosophischen Gesprächskreises am GSG widmete sich einmal mehr brisanten und höchst aktuellen philosophischen Fragestellungen. Unserer Einladung gefolgt war eine Reihe von Experten: Professor Dr. Kai-Uwe Kühnberger (Kognitionswissenschaftler und Professor für künstliche Intelligenz), der Philosoph Dr. Uwe Meyer, der Berufsschulpastor Hartmut Marks-von der Born sowie der im Bereich Software und Gaming tätige Kognitionswissenschaftler Tilman Geishauser näherten sich der Thematik zunächst in Form einer Podiumsdiskussion und standen dann den kritischen Fragen des interessierten Publikums aus den Jahrgangsstufen 10-12 Rede und Antwort.

Als Schulsieger des Bundeswettbewerbs „Philosophischer Essay“ im Schuljahr 2016/17 erhielt Nathan Šakirov (Q1) ein vom Verein der Freunde und Förderer des GSG gestiftetes Buchpräsent überreicht. Ausgehend von Beobachtungen  zu Altruismus und Kooperation bei Affen entwickelt Nathan in seinem Essay argumentativ eigenständig und überzeugend die These, der Ursprung des Altruismus lasse sich im Egoismus finden. Von allen eingereichten Essays überzeugten seine Ausführungen trotz eines knappen Ergebnisses die Schuljury am nachhaltigsten. Herzliche Glückwunsch!

„Du und deine Mitgestrandeten, ihr seid offensichtlich die einzigen Lebenden hier auf der Insel. Es ist nun eure Aufgabe, euer Zusammenleben friedlich zu gestalten. Ihr seid aufgefordert, euch mit den anderen Überlebenden, die nicht aus eurer Heimat kommen, zu verständigen und eine gemeinschaftliche Verfassung für euer Inselleben zu entwerfen.“ –

Mit dieser und ähnlichen Aufgabenstellungen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Blockseminars der Philosophie-AG mit dem Thema „Utopien – Träume von einer besseren Welt“ im Rahmen des Planspiel „Terra Nova“ konfrontiert. Es galt, zwischen verschiedenen Stämmen mit unterschiedlichen politischen Traditionen und teilweise kontroversen Vorstellungen von Staatssystemen und Verteilungsgerechtigkeit eigene Standpunkte zu vertreten, Gemeinsamkeiten zu finden und Kompromisse auszuhandeln und somit schließlich eine „utopische“ Gesellschaftsordnung zu entwerfen.

Am 26. Mai 2016 ging der philosophische Gesprächskreis am GSG in die zweite Runde. Zu der spannenden Frage nach der moralischen Rechtfertigung von Rettungsfolter konnten wir ein hochkarätiges Podium aufbieten: Unserer Einladung waren drei Osnabrücker Universitäts-Professoren und ein Berufsschulpastor gefolgt und konnten Ihre Positionen einem diskussionsfreudigen Publikum, welches sich aus interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 bis 12 zusammensetzte, präsentieren.

Auch im Schuljahr 2015/16 nahmen wieder Philosophieschülerinnen und -schüler des GSG am bundesweiten Wettbewerb "Philosophischer Essay" teil und beschäftigten sich in selbst erstellten originellen Texten mit Fragestellungen ob z.B. Philosophieren das Leben erleichtert, ob politisch mündige Bürger mit materiell wenig auskommen, ob ein Moralist ein Künstler sein kann oder welcher Unterschied zwischen Haus und Kunstwerk auszumachen ist.