Passend zum Halbjahresthema "Naturphilosophie" veranstaltete der Prüfungskurs Philosophie der Jahrgänge Q1 und Q2 am 01.03.2016 eine Exkursion ins Osnabrücker Planetarium und nahm an einer Präsentation zum Thema "Geheimnis dunkle Materie" teil.

Der Begriff "dunkle Materie" bezeichnet einen nicht wahrnehmbaren Teil der uns umgebenden Wirklichkeit, welcher von Naturwissenschaftlern postuliert wird, um etwa das tatsächlich zu beobachtende Verhalten von rotierenden Spiralgalaxien erklären zu können.

Man geht davon aus, dass nur ungefähr ein Sechstel der Materie des Universums überhaupt sichtbar ist und mit dem Standardmodell der Elementarteilchenphysik erfasst wird - eine Theorie, die auch unmittelbare Auswirkungen auf die philosophische Disziplin der Erkenntnistheorie hat, welche sich mit der Frage nach den Voraussetzungen und Bedingungen von Erkenntnis und Wissen beschäftigt.

Im Rahmen der alljährlichen GSG-Projektwoche unter dem Motto "Verantwortung für dich und mich" und dem Jahrgangsthema "Identität" führte die Klasse 7c am 09.07.2015 einen Projekttag "Rattenscharfes Denken - Einführung in die Philosophie und das Problem der Identität" durch.

Philosophische Exkursion zum Alfried Krupp-Schülerlabor in Bochum

Edwin A. Abbotts Novelle Flatland bietet vielfältige Anregungen, der Frage nachzugehen, was „Dimensionalität“ alles heißen kann, und lädt zu interdisziplinärem Denken und Arbeiten geradezu ein. Sie handelt von einem Quadrat in einer zweidimensionalen Welt, welches zunächst im Traum von einem eindimensionalen Linienland und von einem nulldimensionalen Punktland erfährt, dann einer (dreidimensionalen) Kugel begegnet und schließlich mit der Möglichkeit vier- und höherdimensionaler Welten konfrontiert wird.

Auf der Grundlage dieses Gedankenexperimentes hatten die Schülerinnen und Schüler des Prüfungskurses Philosophie der Jahrgangsstufe 11 am 08.06.2015 die Gelegenheit, sich während einer ganztägigen Exkursion ins Alfried Krupp-Schülerlabor an der Universität Bochum ausführlich mit dem Problem der Erkennbarkeit der uns umgebenden Wirklichkeit zu beschäftigen. Ausgewählte Computersimulationen und -animationen, die zugleich auch kritisch hinterfragt wurden, das Basteln platonischer Körper oder auch Überlegungen zur Dimensionalität des Phänomens „Zeit“ boten zahlreiche Anknüpfungspunkte an im Unterricht behandelte erkenntnistheoretische Positionen und somit willkommene Denkanstöße.

Es ist bereits Tradition, dass die Philosophieschülerinnen und -schüler des GSG am alljährlichen "Bundeswettbewerb philosophischer Essay" teilnehmen und ihre Gedanken zu einem der vier gestellten Themenvorschläge zu Papier bringen. Dem geht für gewöhnlich eine rege Denkaktivität voraus, welche verbunden ist mit Diskussionen und dem Austausch von Argumenten, so dass als Endprodukt ein gut strukturierter und argumentativ überzeugender Essay entsteht.

Die moralischen Grenzen des Menschseins auszuloten – zu  einem Ziel wie diesem haben sich auch im laufenden Schuljahr wieder 13 unerschrockene, interessierte und hoch motivierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10-12 aufgemacht nach Melle, um dort ein Wochenende lang von Freitag, 13.02., bis Sonntag, 15.02.,  in der Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Neuenkirchen über Gewalt, Aggression und das Böse zu philosophieren und zu diskutieren.

Das Thema des diesjährigen Blockseminars der Philosophie-AG des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums mutet nur auf den ersten Blick futuristisch an. Schon bald wurde den 15 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 10 bis 12 klar, dass etwa künstliche Intelligenz in PC und Smartphone, Roboter in zunehmend mehr Anwendungsbereichen und auch die Cyborgisierung des Menschen mittels technologisch immer ausgefeilterer Prothesen bereits heute einen Teil unserer Lebenswirklichkeit bilden.


Grund genug, sich diesem Thema an einem Wochenende in der Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Neuenkirchen intensiv zu widmen und seine philosophischen Implikationen zu überdenken. Ethische, ökonomische, legale und gesellschaftliche Aspekte des Themas wurden im  Rahmen einer den tatsächlich stattfindenden Konferenzen nachempfundenen "InnoRobo Convention 2014" intensiv bearbeitet und kontrovers diskutiert. Unter anderem ging es etwa um die Frage, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht (und somit vom Roboter unterscheidet), welche ethischen Auswirkungen eine zunehmende Humanisierung der technischen Errungenschaften mit sich bringen oder ob die Gefahr besteht, dass die Menschheit sich selbst abschaffen könnte.

Eingerahmt wurde die engagierte Beschäftigung in die philosophische Interpretation zweier thematisch relevanter Spielfilme in den späten Abendstunden des Freitags und des Samstags. Auch zu nachtschlafener Zeit oder während der gemeinsamen Zubereitung der Mahlzeiten flammte die Diskussion immer wieder auf, was darauf hindeutet, dass der Gegenstand des Wochenendes tatsächlich ein in der Lebenswelt der Schüler relevantes Thema war. Mit vielen neuen Eindrücken traten alle dann Sonntag Mittag die Rückreise nach Osnabrück an.

Für die Bilder geht ein herzliches Dankeschön an Jan-Lukas Schulz (Q1)!